The Rasmus – Jezebel (Finnland)

Na die kennen wir doch! Gestern wählte Finnland seinen Vertreter für Turin. In „Uuden Musiikin Kilpailu“ traten insgesamt sieben Acts an. Das Hauptgenre hierbei bildete, wie so oft in Finnland, Rock. Drei der sieben Songs waren, zumindest in Teilen, Rocklastig. Und trotzdem war der Vorentscheid keinen Falls eintönig.

So lieferte die drittplatzierte BESS mit „Ram pam pam“ eine eingängige Pop-Tanz-Nummer, die mit auffälliger Choreografie und einfachen, aber wirksamen Effekten inszeniert wurde. Ich persönlich hätte mir BESS gut auf der Bühne in Turin vorstellen können. Ebenso simple und trotzdem effektvoll war der Auftritt von Cyan Kicks inszeniert. Die zweitplatzierte Rockband spielte mit Lichteffekten, die die Bühne passend zum Outfit der Sängerin, in schwarz-weiße Streifen legte.

Aber am Ende konnten alle machen was sie wollten, der größte Name siegte. The Rasmus präsentierten zwar mit „Jezebel“ einen tollen Auftritt, aber ohne den Berühmtheitsbonus hätte es sicher nicht für den ersten Platz gereicht.

Die Punktevergabe erfolgte im ESC-Prinzip durch sieben Juror:innen, die ihre Länder repräsentierten und auch da dachten wir „Na den kennen wir doch!“, denn Deutschland wurde von Jendrik (ESC 2021) vertreten. Im Anschluss an die Jurypunkte wurden dann, ebenfalls in ESC-Manier, die Publikumspunkte hinzuaddiert, beginnend vom Jury-letztplatzierten.

Bei beidem wurde deutlich: An The Rasmus kommt keiner vorbei.

Jendrik bei der Punktevergabe

 

The Rasmus sind zurück

Die Band gründete sich bereits 1994 und konnte zügig erste Erfolge in Finnland feiern. Den internationalen Durchbruch erlangte The Rasmus dann Anfang der 2000er. Mit dem Album „Into“, das 2001 erschien, erreichte die Band in vielen Länder Europas gute Chartplatzierungen. Nachdem dieses Album die Türen in ganz Europa öffnete, konnte der Nachfolger „Dead Letters“ sowie die dazugehörige erste Single „In The Shadows“ den Siegeszug der Musiker vollenden. Beides, Album und Single, erreichte Platz 1 in Deutschland. Aber auch in vielen anderen Ländern belegten sie die Spitzenposition. Ab 2009 wurden die Pausen zwischen den Alben größer und die Erfolge gingen, zumindest im europäischen Ausland zurück. Mit der ESC Teilnahme und dem Song „Jezebel“ wollen sie nun zu alten Erfolgen zurückkehren. Ob der Beitrag dafür stark genug ist, wage ich zu bezweifeln, obgleich The Rasmus für mich persönlich ein Highlight des diesjährigen Eurovision Song Contests sein wird.

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