Tag 6 im Proben-Marathon (Teil 3)

Im letzten Block des heutigen Tages stehen die sechs Finalisten auf der Bühne.

Den Anfang macht Italien. Und auch hier gibt’s wieder Glitzer, aber auch nackte Haut. Damiano trägt obenrum nämlich nur einen Schal. Joa, warum auch nicht? Alle Mitglieder von Måneskin sind überwiegend dunkel gekleidet. Das sieht schon alles spannend aus, aber nicht überdreht oder albern. Wie zu erwarten war ist Italien großartig. Sie nutzen Unmengen an Licht- und Farbeffekten. Rot, grau, silber, blau, da passiert ganz schön viel. Ich liebe die Energie der Band und ich wiederhole mich einfach jedes Jahr aufs Neue, aber Italien ist einfach fantastisch.

Es folgt (Trommelwirbel) Jendrik! Aus lokalpatriotischen Gründen möchte ich mich ausführlich mit ihm beschäftigen, wer also mehr über seine Probe lesen will, der klickt bitte hier:
So lief Jendriks erste Probe

Wer erstmal hier weiterlesen will, dem möchte ich verraten: Es ist schräg, wild, bunt und sehr unterhaltsam!

Weiter geht’s mit den Gastgebern. Jeangu trägt ein Outfit, dass ich schwer beschreiben kann. Es ist blau und die Jacke ist so knapp geschnitten, dass er quasi bauchfrei trägt, darunter hat er aber ein Leder-/Latex-Shirt, das mit Löchern versehen ist. Wie gesagt, schwierig zu beschreiben, aber die Bilder zeigen es ganz gut. Jeangu ist wirklich gut und der Auftritt ist durchaus ansprechend, wenn auch simple gestaltet. Es hat etwas bodenständiges, was ich so nicht erwartet habe. Aufgrund des Videos habe ich gedacht, dass Jeangu eine pompösere Inszenierung präsentieren wird. Ich bin nach wie vor kein Fan des Ganzen, aber er wird sein Heimatland großartig repräsentieren und bei der Botschaft ist alles andere auch zweitrangig.

Nun der Auftritt einer großen Favoritin. Barbara aus Frankreich betritt die Bühne. Wie zu erwarten war transportieren sie den Auftritt des Vorentscheids auf die große ESC Bühne. Er ist etwas reduzierter, wieder sehr dunkel. Einige Elemente hat man gestrichen, um den Fokus noch stärker auf die Interpretin zu legen. Barbara wird wieder durch Lichtstrahlen umspielt. Sie singt wirklich gut und die Ausstrahlung ist, wie bereits im Vorentscheid, einfach umwerfend. Ich finde diese Inszenierung so stimmig, so ausdrucksstark, so großartig, dass mir die Superlative dafür fehlen! Es ist einfach auf den Punkt!

Es folgt James Newman mit seinem Pop-Nümmerchen „Embers“. Man versuchte das Video zu imitieren. Die Farbwahl ist identisch. Man setzt auf überdimensionierte weiße Trompeten als Dekoration. Diese liegen erst auf dem Boden, erheben sich dann aber im Laufe der Show. Kann man machen. Neben James stehen vier Tänzer auf der Bühne, die ganz in weiß gekleidet sind. Diese spielen obendrein die Blaskapelle für ihn. James wirkt zwar noch nicht vollends gelöst, sieht am Ende aber doch recht zufrieden aus. Ich bin noch immer enttäuscht, dass ein Sänger seines Kalibers mit einem billigen Popsong abgespeist wurde. Ich denke nicht, dass das auf der linken Seite der Tabelle landen wird.

Am Ende eines langen Probentages darf nun auch endlich Blas Canto auf die große ESC Bühne und er sieht in seinem schwarzen Outfit richtig gut aus. Auch hier ist es erwartbar dunkel auf der Bühne. Blas singt den Anfang seines Liedes völlig ohne Hintergrundmusik. Das ist schon echt toll! Was ebenfalls ganz schön wirkt: Im Hintergrund ist erst eine Art Mond zu sehen, was stark an seinen Vorentscheidsauftritt erinnert, aber dann wird deutlich, dass über ihm eine riesengroße weiße Kugel als Mond zu sehen ist. Im Hintergrund wird nun eher eine Sonne abgebildet. Alles etwas verwirrend. Der Effekt mit dem Mond ist ganz schön, aber noch nicht ganz ausgereift. Spanien kündigte ja schon im Vorfeld an, dass sie die finale ESC Version geheim halten wollen und nun ja, es wurde etwas „flotter“ gemacht. Aber die Veränderung ist wirklich marginal.

            

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