Tag 6 im Proben-Marathon (Teil 1)

Bevor am Nachmittag die gesetzten Finalisten zum ersten Mal auf die Bühne in Rotterdam dürfen, stehen zuvor noch die zweiten Proben der Semifinalisten an.

Während überwiegend die Acts des zweiten Semis zum wiederholten Mal proben, darf mit Malta noch der Überhang des ersten Semis die Bühne entern.

Malta hat sich die Outfit-Kritik zu Herzen genommen und Destiny nicht in ein pinkes Fransen-Dress, sondern in ein Silber-Glitzer-Fransen-Dress gesteckt. Besser, aber immer noch schlimm! Klar, das ist meine subjektive Meinung, aber ich muss sagen, dass ist nach dem Outfit der ersten Probe das hässlichste Outfit, in dem ich Destiny jemals gesehen habe. Wir steigern uns also.  Noch 20-30 Proben und wir haben das Niveau des Musikvideos erreicht. Dass es keine zwei Optionen gab, die man von vornherein ausprobieren wollte, ist wahrscheinlich, denn untenrum bleibts Pink. Hier finde ich, dass das zu viel Pink ist. Den Farbtupfer finde ich ja gar nicht schlecht, aber ich hätte ihr lediglich pinke Stiefeletten oder Pumps angezogen, dazu das aktuelle Kleid, hier jedoch hätte ich keinen geraden Schnitt gewählt, sondern einen seitlich abgeschrägten. Das hätte ihre Beine zwar betont, aber es würde besser zu ihrem Körper und ihren Kurven passen. So wirkt das Ganze so unvorteilhaft eingeteilt.

Ihre Tänzerinnen haben das gleiche an, wie bei den ersten Proben. Stimmlich ist Destiny wieder grandios und auch sonst gibt’s nur wenige Änderungen. Hier und da eine andere Kameraeinstellung, ein paar Licht- und Farbeffekte. Dadurch wird auch hier das Pinke etwas herausgenommen, sodass das Bühnenbild besser zu Destinys neuem Kleid passt.

Quelle: Eurovision.tv EBU / Andres Putting

Als nächstes steht San Marino auf der Bühne. Hier gab es, wie zu erwarten war, kaum erkennbare Veränderungen. Das Konzept war auch (inkl. Freaky-Kostümierung) schon ziemlich durchdacht. Was mir persönlich dieses Mal stärker auffällt, als am ersten Probentag: Senhit strahlt einfach wunderschön. Sie ist ununterbrochen am Lachen und Lächeln und ihre Augen leuchten dabei. Man spürt ihre Zufriedenheit und Freude, das ist wirklich ganz toll anzusehen.

Quelle: Eurovision.tv EBU / Thomas Hanses

Uku startet auch an diesem Probentag kniend vor einem riesigen Mond. Auch optisch hat sich bei Uku selbst nichts geändert. Hemd, offene Fliege, dunkle Hose. Technisch läuft alles ziemlich glatt, die Einstellungen und Kameraführungen sitzen, die Stimme passt. Alles könnte so schön sein, hätte sich Estland für einen sympathischen Sänger und ein gutes Lied entschieden, haben sie aber leider nicht, von daher bleibts dabei: Das wird meiner Meinung nach nicht im Finale zu sehen sein.

Quelle: Eurovision.tv EBU / Andres Putting

Weiter geht’s mit Tschechien. Benny Cristo trägt das gleiche Outfit, das er lediglich mit einer Brille ergänzt hat. Hier ein einstudierter Tanzschritt, da eine spontane Bewegung. Stimmlich ist leider Luft nach oben, aber ansonsten gefällt mir die Leichtigkeit, die Benny auf die Bühne bringt. Das passt nicht nur zum Song, sondern wirkt auch total authentisch. Ein cooler Dude der Spaß auf der Bühne hat.

Quelle: Eurovision.tv EBU / Thomas Hanses

Vor der Pause geht Stefania auf die Bühne. Griechenland setzt in diesem Jahr auf viele technische Spielereien, die allerdings noch nicht so ganz perfekt sitzen und daher nicht so gut wirken, wie sie es könnten. Einiges klappt zwar schon besser, aber 100 Prozent hat Griechenland noch nicht erreicht. Für all das kann Stefania aber nichts. Sie singt gut, bewegt sich super, die Schritte sind auf den Punkt und ihre Ausstrahlung ist großartig.

Quelle: Eurovision.tv EBU / Andres Putting

Nach der Pause geht’s weiter mit den nächsten fünf Semifinalisten sowie den sechs Finalisten.

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