Umgehend nach dem Finale des Eurovision Song Contest wurde durch die EBU mitgteilt, dass es zu einer Votingpanne kam. Die Jurypunkte aus Weißrussland wurden falsch ermittelt, sodass u.a. Deutschland nach der Korrektur einen Platz verlor und somit Vorletzter wurde. Wenig später kam es erneut zu Ungereimtheiten. Scheinbar wurden im zweiten Semi die Publikumspunkte aus Italien falsch berechnet. Dieser Fehler führte zum Finaleinzug Leonoras, stattdessen hätte Jurij für Litauen das Finale erreichen müssen. Beide hätten die gleiche Punktzahl gehabt und somit wäre der Publikumsfavorit ins Finale eingezogen und das wäre Jurij gewesen. Aber darauf war er scheinbar gar nicht angewiesen, denn nun kam eine weitere Panne ans Tageslicht. Wie wiwibloggs berichtete, machte ein Juror im zweiten Semi einen Fehler beim Sortieren der Beiträge. Diese Panne ist nicht neu, sie ist bereits in vorangegangenen Jahren aufgetreten. Hier sollte die EBU unbedingt für eine bessere Schulung der Juroren sorgen.

Aber was ist genau passiert?!

Der russische Juror Igor Gulyaev setzte Dänemark und somit Leonora auf den ersten Platz, Chingiz aus Aserbaidschan landete auf dem letzten Platz. Somit pushte dieser eine Juror Leonora so weit nach oben, dass sie letztendlich drei Punkte aus Russland erhielt. Im Finale setzte der gleiche Juror Leonora auf den letzten und Chingiz auf den ersten Platz. Dies führt er nun auf ein Missverständnis zurück. Er habe im ersten Semi alle Beiträge in der falschen Reihenfolge notiert, sodass sein Favorit leer ausging und die Kandidatin, die er am schlechtesten fand, seine Höchstpunktzahl erhielt. Da Leonora mit einem Punkt Vorsprung ins Finale einziehen konnte und Jurij knapp hinter sich ließ, hatte dieser Jury-Fehler große Auswirkungen auf die Show. Eigentlich wäre also Jurij einer der Finalisten gewesen und Leonora wäre im Semi gescheitert. Gleich zwei Pannen schadeten also Litauen. Wer weiß wie viele Pannen noch an die Öffentlichkeit gelangen werden?! Am Ende stellt sich heraus, dass S!sters das Publikumsvoting gewonnen haben, statt der „I’m sorry…Zero points“. Vermutlich nicht, aber träumen wird man ja wohl noch dürfen…

Eurovision Song Contest

Leonora, Chingiz, Jurij (v. l. n. r.)

 

[Gesamt:37    Durchschnitt: 5/5]