Der heutige Tag spülte die Meldung „Daði og Gagnamagnið wird nicht beim ESC2021 teilnehmen“ gleich mehrfach in meine Timeline. Verwundert darüber, dass Island sich gegen die Künstler_innen entschieden haben, die doch einen riesengroßen Hype im Vorfeld auslösten und als Favoriten des Jahrgangs galten, habe ich mich durch die verschiedenen Meldungen geklickt.

Mein Fazit: Nichts Genaues weiß man nicht.

Stand der Dinge ist folgender. Isländische Medien berichteten darüber, dass Daði nicht erneut am heimischen Vorentscheid Söngvakeppnin teilnehmen wird. Das stimmt auch, aber dazu später mehr. Ob es jedoch überhaupt einen Vorentscheid geben wird, haben die Verantwortlichen noch gar nicht bestätigt. Möglicherweise geht man den gleichen Weg wie die Ukraine, die zwar normalerweise im Rahmen eines Vorentscheids ihre Künstler_innen wählen, aber für 2021 bereits ankündigten, auf diesen zu Gunsten von Go_A verzichten zu wollen. Diese Option steht auch in Island noch im Raum. Sollten sie sich jedoch für das altbekannte Auswahlverfahren entscheiden, ist Daði aus dem Rennen. Dies erklärte er auf Twitter. Dort schrieb er:

„ (…) Ich wäre geehrt und stolz, Island mit einem neuen Song beim ESC 2021 vertreten zu dürfen, wenn RÚV (Anm.: der verantwortliche TV-Sender) uns einladen würde. Es würde sich nur komisch anfühlen, erneut bei Söngvakeppnin anzutreten. (…)“

Diese Aussage schließt eine Teilnahme am ESC 2021 nicht aus, vielmehr macht Daði seine Haltung deutlich und nimmt so Einfluss auf den Entscheidungsprozess Islands. Nun ist für RÚV klar, die Entscheidung fällt zwischen Daði und Söngvakeppnin. Beides auf einmal wird es 2021 nicht geben.

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