Nach der ESC Absage im März verkündete Pro7, an einer eigenen Show zu arbeiten. Anfangs wurde suggeriert, dass Stefan Raab dabei in Erscheinung treten wird. Danach war es erst einmal still. Nun wurden weitere Infos auf der Homepage des TV-Senders veröffentlicht. Stefan wird demnach wohl nicht Teil der Show sein. Erste Spekulationen deuteten darauf hin, dass er als Moderator auf der Bühne stünde, wie bereits beim ESC 2011 in Düsseldorf. Stattdessen wird das Moderationsduo aus Steven Gätjen und Conchita Wurst bestehen.

Daniel Rosemann, der Pro7-Chef, lobt die Entscheidung als „perfekte Wahl für einen großen, musikalischen Abend.“ Conchita begeistere Millionen Menschen als Siegerin des ESC. Niemand stünde mehr für den europäischen Gedanken des Contests. Aber auch für Steven Gätjen findet Rosemann lobende Worte. Er sei „auf den großen Galas dieser Welt zu Hause“ und habe „herausragende Live-Erfahrungen“. Damit spielt er auf Gätjens Erfahrungen bezüglich der Oscar-Verleihung an, bei der er seit mehreren Jahren Promis interviewt.

Welche Länder und Künstler sind vertreten?

Wie die Show ablaufen wird und welche Länder Vertreter_innen ins Rennen schicken werden, ist noch nicht klar. Hierzu wird nur gesagt, dass prominente Musiker_innen nacheinander live auftreten werden. Hierfür werden die Acts in Köln auf der Bühne stehen und für ihre Herkunftsländer singen. Am Ende vergeben die Zuschauer Punkte und wählen somit den ersten Sieger oder die erste Siegerin des „freien europäischen Songcontests“. Da von Italien, der Türkei, Israel und Deutschland die Rede ist, kann man davon ausgehen, dass diese Länder bereits zugesagt haben. Außerdem wird nicht von „Heimatländern“ sondern von „Herkunftsländern“ gesprochen, dies könnte darauf hinweisen, dass die Künstler_innen bereits in Deutschland leben und nur für Länder antreten, aus denen ihre Vorfahren stammen. So wäre es auch für Pro7 möglich die Regeln bezüglich der Corona-Pandemie einzuhalten, die aktuell noch zahlreiche Reisebeschränkungen mit sich bringen.

Weiterhin ist nun klar, dass Raab und Pro7 an der ursprünglich geplanten Sendezeit festhalten wollen, obwohl die EBU eine eigene Sendung geplant hat. Somit wird der FreeESC am Samstag, 16. Mai 2020 um 20:15 zu sehen sein und mit der „offiziellen“ Show in Konkurrenz treten.

Was haltet ihr davon? Welchen Sender werdet ihr einschalten, Pro7 oder ARD?

Quelle: prosieben.de

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